Influenza A/H1N1 (Schweine Grippe)
Stand: 15.10.2009
Zur Schutzimpfung gegen die Neue Influenza A/(H1N1) ist rechts in der Download-Spalte ein Aufklärungsmerkblatt angeboten. Der Text steht auch in 14 Fremdsprachen als PDF zur Verfügung. Zusätzlich ist ein Aufklärungsmerkblatt zur Impfung mit Pandemrix angeboten (bislang nur in deutsch).
Allgemeine Informationen zur Influenza A/H1N1 (Schweine Grippe)
Die Neue Grippe (Influenza A/H1N1v) ist erstmalig im April 2009 in Mexiko und den USA entdeckt worden. Die Symptome der neuen Grippe sind ähnlich der einer saisonalen Grippe (Influenza), vor allem Fieber, Atemwegsbeschwerden und Gliederschmerzen. Nach bisherigen, vorläufigen Erkenntnissen betreffen schwere, selten auch tödliche Verläufe, insbesondere Schwangere und Menschen mit Vorerkrankungen, z.B. Asthma, Diabetes oder Herzkreislauferkrankungen.
Inzwischen ist der Erreger weltweit verbreitet und in über 170 Staaten nachgewiesen worden. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat am 11.06.2009 die so genannte Phase 6 ausgerufen, die charakterisiert ist durch fortgesetzte Mensch-zu-Mensch-Übertragungen des neuen Influenzavirus in einer zweiten der insgesamt sechs WHO-Regionen. Mit der Höherstufung werden auch weitere Abwehrmaßnahmen priorisiert, wie z.B die Produktion eines Impfstoffes.
Zielsetzung: Ausbreitung im Lande verzögern
Auch in Deutschland wurde der Erreger bisher bereits bei über 15000 Personen nachgewiesen, darunter auch bei Bewohnern mehrerer hessischer Kreise. Grundsätzlich müssen wir davon ausgehen, dass weiterhin infizierte und erkrankte Person einreisen, aber auch Infektionen in Deutschland stattfinden werden. Werden die Infektionen dieser Personen erkannt, stehen Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung. Gleichzeitig können z.B. durch den Öffentlichen Gesundheitsdienst Maßnahmen zum Schutz der Kontaktpersonen und der Bevölkerung getroffen werden. Dennoch müssen wir davon ausgehen, dass einige Reiserückkehrer oder Infizierte die Erreger ausscheiden und selbst aber nicht erkranken. Andere werden ihre Beschwerden nicht auf die Neue Grippe zurückführen und daher nicht oder erst spät einen Arzt aufsuchen.
Vor diesem Hintergrund muß mit weiteren Übertragungen in der Bevölkerung gerechnet werden, die mit Beginn der Influenzasaison zunehmen können. Ziel der weiteren Maßnahmen ist es daher die Ausbreitung im Lande zu verzögern, so dass ausreichend Zeit für die geplanten Impfaktionen bleibt, und die Zahl schwerer Erkrankungsverläufe gering bleibt. Daher werden die Maßnahmen auf den Schutz besonders gefährdeter Personen fokussiert.
Händewaschen vermindert Risiko
Die Neue Grippe (Influenza A/H1N1) wird vergleichbar der saisonalen Influenza überwiegend durch Tröpfcheninfektionen übertragen. Die Einhaltung einfacher Hygieneregeln kann das Risiko des Einzelnen an einer Neuen Grippe, der saisonalen Influenza oder vergleichbar übertragenen Erregern zu erkranken, senken. So können insbesondere beim Niesen oder Husten Erreger auch auf die Hände gelangen und darüber weiterverbreitet werden. Daher kann ein häufiges Händedesinfizieren oder gegebenenfalls waschen das Infektionsrisiko vermindern, außerdem sollten die Hände vom Gesicht ferngehalten werden, da die Erreger leicht auf die Schleimhäute von Augen, Nase und Mund übergehen können.
Häufig gestellte Fragen finden Sie in der Rubrik FAQ.
Das Bundesministerium für Gesundheit bietet eine Info-Hotline zur Neuen Grippe an. Hier können Sie sich montags bis freitags zwischen 8 und 18 Uhr informieren: 030 346 465 100
Bürgertelefone
Für allgemeine Fragen zur Neuen Influenza steht Ihnen das Bürgertelefon der Hessischen Landesregierung als Ansprechpartner zur Verfügung: 0180/10 30 300 (der Anruf kostet aus dem Festnetz der Telekom einheitlich 4,6 Cent pro Minute).
Gesundheitsämter
Zudem können Sie sich an die Gesundheitsämter in Hessen wenden.